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Flat Design!

Flat Design

 
Einfach schön: Der Vormarsch der „flachen Gestaltung“ hält weiter an.

User Interface Design, also die Gestaltung von digitalen Benutzeroberflächen, sei es für Apps, Webseiten oder Betriebsysteme, erscheinen seit einiger Zeit immer konsequenter in einer neuen und gleichzeitig altbekannten Ästhetik: Die Rede ist vom sogenannten Flat Design, welches sich durch seine intelligente und ebenso elegante Schlichtheit auszeichnet. Es verzichtet auf Texturen und Plastizität, Schlagschatten und andere Effekte, zeichnet sich dafür aber durch Typografie, Farbe und vor allem klare Strukturen als Gestaltungmittel aus. Die Usability wird wieder groß geschrieben. Was letztlich zählt, ist eben doch der Inhalt, nicht die Dekoration. Gut aussehen kann man ja deswegen trotzdem.

War dies nicht schon immer so?

Der lange Zeit verwendete Skeuomorphismus, also die Darstellung von Objekten in realistischer Machart – wie z. B. der Ledereinband eines digitalen Adressbuchs oder ganz simpel die Darstellung eines Ordners als klassischer Ordner – wird mehr und mehr vom Flat Design abgelöst, welches größtenteils auf solche optischen Nachahmungen aus der „analogen Welt“ verzichtet. Naturgetreue Darstellungen wirken in der heutigen digitalen Welt scheinbar nicht mehr so originell wie noch vor ein paar Jahren. Zudem hat man sich an den mittlerweile überzüchteten Glossy-Grafiken mit Ihren Spiegelungen und Effekten satt gesehen. Diese sind auch an einem Punkt angelangt, an dem man sie nicht mehr besser machen kann. Daher veschwinden zur Zeit die glitzernden Grafiken und Icons, die dreidimensional bis auf das letzte Mü ausgestaltet sind, von der digitalen Bühne und werden durch eine klare, zweidimensionale Gestaltungssprache abgelöst.

Übergreifender Trend

Auch in der Welt der Firmensignets zeichnet sich dieser Trend stark ab: Das Logo von Google z. B. wird uns seit einiger Zeit ohne die in die Jahre gekommenen Wölbungen und Schlagschatten an den Buchstaben präsentiert. Andere – wie ebay – setzen ebenfalls auf eine extreme Vereinfachung ihres Logos. Darüber lässt sich natürlich streiten, die Ansichten sind hier sehr gespalten. Fakt ist allerdings: Eine klare und simple, aber durchdachte und intelligente Gestaltung hat auch in anderen Bereichen noch niemandem geschadet.

Vorreiter Windows

Vorgemacht hat es uns – diesmal zum Erstaunen einiger – Microsoft mit seinem Windows 8, bei dem durch das kachelige Metro Theme die flache Gestaltung in großem Stil umgesetzt wurde. Dadurch wurde der Trend sicherlich auch ins Rollen gebracht. Googles Android geht den gleichen Weg. Auch Apple hat mittlerweile seit der Einführung seines mobilen Betriebsystems iOS 7 das Flat Design als hauptsächliches Gestaltungsmittel aufgenommen, wenn auch mit etwas Verspätung gegenüber der Konkurrenz. Viele App Entwickler haben bereits nachgezogen und optimieren Ihre Anwendungen nun im gleichen Stil. So werden aktuell die Benutzer an allen Ecken und Enden an das flache Design gewöhnt, was sicherlich zur Akzeptanz des neuen Trends beitragen wird.

Fazit

Flat Design ist eine optisch sehr angenehme Abwechslung zum klassischen Screendesign, aber sicherlich keine allumfassende Lösung für jedes Designprojekt. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob wir hier nur einen mittelgroßen Trend erleben oder ob es sich wirklich um den nächsten großen „Gestaltungs-Hype“ in der Welt des Designs handelt. Es bleibt spannend; und vorerst flach!

Weniger ist mal wieder mehr.
Wir beraten Sie gerne!


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